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Saturday, May 20, 2017

Ahe 3

Ihr merkt es schon, es gefaellt uns (so wie auch in Tikehau) in Ahe sehr gut. Tagelang haben wir alleine vor dem Hauptort geankert, dann waren wir einige Tage vor einem kleinen Motu und jetzt sind wir zum Einkaufen wieder hier im Hauptort, weil heute das Versorgungschiff wieder da ist. Segeln in der Lagune ist eine echte Herausforderung, nicht wegen der Korallenstoecke sondern wegen den vielen Bojen, die hier von den Perlenfarmen ausgelegt sind. Die Bojen sind oft hunderte Meter lang mit Leinen verbunden und es gibt auch viele, die knapp unter Wasser treiben. Bei einem unserer Spaziergaenge ueber die Motus ( die sind ja fast alle untereinander verbunden oder nur durch knietiefes Wasser getrennt) haben wir dann ein Paar getroffen, welches wir schon aus dem Ort kannten (kein Wunder bei 200 Einwohnern...). Sie waren dabei Blaetter von den Palmen zu verbrennen und die Insel zu saeubern, in ihrem Boot hatten sie auch  einige Austern, die sie dann vor uns geeoeffnet haben.So konnten wir auch erstmals richtig bei der "Ernte" zusehen und tatsaechlich war in 11 der 12 Austern, die sie geoeffnet haben auch eine Perle. Einige der Austern (die an Leinen haengen) waren bereits offen, weil sie von Schildkroeten oder Fischen geknackt wurden. Ich nehme aber an, dass die eher das Muschelfleisch als die Perle wollen. Am naechsten Tag gab es eine Gegeneinladung und wir sind mit ihnen nach dem Mittagessen auf der Onotoa durch die Lagune gesegelt. Die beiden leben auf einer Insel, waren aber noch nie auf einem Segelboot.
As you can see - we like Ahe as much as Tikehau. A couple of days we had been the only boat in front of the main village, then we anchored in front of a motu and now we are back in the village cause the supply boat just arrived. Sailing inside the lagoon is an adventure, not because of the bommies but all the buoys of the pearl farms make navigation quite complicated. We saw the pearl harvest for the first time and the couple who invited us to watch was on board of Onotoa the next day for lunch. We made a short sailing trip inside the lagoon and it was the first time for both of them on board of a sailing boat.
Ahe, Hauptort mit dem Riff davor

Sylvia am Aussenriff vor einem Motu

Perlenernte

Tuesday, May 16, 2017

Ahe2

Beim Bummeln durch den Ort wurden wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und kurz darauf konnte ich eines der Rennkanus ausprobieren. Rudern ist ja DER Nationalsport hier in franz.Polynesien, uebertroffen nur noch von "Salzgebaeck im Supermarkt einkaufen". Ich wurde zwar gewarnt, dass das Kanu auf der Seite, auf der kein Ausleger ist, sehr instabil ist, das hat mich aber nicht gehindert, dass mich dieses Ding bereits nach 50 Metern eskimorollenartig in die pazifischen Fluten befoerderte. Beim 2ten Versuch wars schon besser und mittlerweile werde ich schon als Co-Favorit auf den Aheianischen Meistertitel gehandelt, Kategorie bester Auslaender ueber 40
Tags darauf hat dann Sylvia ihre Brotbackkuenste vorfuehren muessen - Brot ist schon seit Tagen aus, Baecker gibts keinen und das Versorgungsschiff war in der Reparatur und kommt deshalb erst Ende dieser Woche. Ich wurde zum Fischfang eingeladen, wir sind mit einem Schnellboot zum Pass rausgebraust (4 Seemeilen) und dort haben meine beiden Gastgeber Fische gespeert. Sehr zum Interesse der bald anwesenden Haie, die ganz frech enge Kreise um uns gezogen haben. Da einlaufende recht starke Stroemung herrschte, kam das klare Wasser von draussen in die Lagune und im Pass waren viele Fische in der sehr schoenen Korallenlandschaft. Nach dem Schorcheln zurueck am Boot wurde der Fang gleich ausgenommen und sofort rauften sich im Sonnenuntergang Seeschwalben und Fregattvoegel um die Reste.
I had the opportunity to try the polynesian kayak - its not that easy for a beginner so i was uopside down after just a few seconds.....The next day Sylvia  was baking some bread here with the locals. They dont know how to do that, there is no bakery at Ahe and the supply boat from Papeete was cancelled due to maintenance last week. So all they do here is wait for the boat, buy some baguettes, put them into the freezer and wait for the next suppy ship... I was invited by two locals  for spear fishing at the pass and once they had some fish on the spear the sharks had been all around us immediately. kit was v ery clear water with incoming tide and the pass full of corals.





Friday, May 12, 2017

Ahe - Bernard Moitessier

Was hat Ahe mit der franzoesischen Segellegende zu tun? Moitessier war 1968/69 einer der Teilnehmer des von der britischen "Sunday Times" veranstalteten non-stop Segelrennens rund um die Welt. Ausgehend von einem beliebigen englischen Hafen zwischen 1.Juni und 31.Oktober war die Strecke dann um das Kap der Guten Hoffnung, weiter durch den suedlichen Indischen Ozean und dann um Kap Leeuwin (an der Suedwestspitze Australiens)den Suedpazifik zum dritten grossen Kap, dem Kap Hoorn an der Suedspitze Amerikas und retour in den Ausgangshafen. Er war bereits an Kap Hoorn vorbei und wieder am Weg zurueck "nur" mehr durch den Atlantik nach England als er, in Fuehrung liegend, das Rennen abbrach, auf Ruhm, Ehre und Geld verzichtete und zurueck in den Pazifik segelte. Ueber diese Reise gibt es Moitessiers Buch "Der verschenkte Sieg" welches zwar in Tahiti endet, es ist aber eine Tatsache, dass Moitessier danach 6 Monate lang in Ahe auf einem kleinen Motu lebte.
I think i dont need to translate the story of Bernard Moitessier - if you are british you know that he abandoned from the race which was finally won by Sir Robin Knox-Johnston. His nephew was on board of Onotoa when we got the boat at Ipswich in 2008. BUT - you maybe dont know that Moitessier lived for 6 month at Ahe after he returned to Tahiti.


Wednesday, May 10, 2017

Ahe

Etwa 1 x pro Monat dreht der "normale" Ostwind auf Nord oder West und so etwas nuetzen wir dann immer aus. Letztes Mal segelten wir von Bora Bora nach Tikehau, und nun sind wir mit Nordwestwind 125 Seemeilen von Tikehau nach Ahe gefahren. Mit dem letzten Tageslicht sind wir grade noch ins Atoll reingekommen und ankern jetzt vor dem "Hauptort". Ahe ist das bisher kleinste Atoll welches wir besuchen, einmal im Atoll drinnen kann man rundum den Kreis von kleinen Inseln (Motus) erkennen, die sich alle am Aussenriff befinden. Hier gibt es noch richtig viele Perlenfarmen, fast ueberall anders in franz.Polynesien hat man die Produktion von schwarzen Perlen bereits wieder eingestellt - teilweise aus  wirtschaftlichen Gruenden, aber auch weil das Wachstum der Austern wegen der zu hohen Wassertemperatur (Stichwort: El Nino) nicht mehr gegeben ist.  Wirklich viel los ist hier nicht - kein Wunder bei nur nur 200 Einwohnern hier im Hauptort, nur  ein einziger anderer Segler teilt sich mit uns die 145 Qkm grosse Lagune! So viel ich weiss hat Wien eine Flaeche von etwa 350 Qkm - nur als Vergleich dazu.
Weil Onotoa Bloglesen ja auch bilden soll noch ein Auszug aus WIKI:
Die Holländer Willem Cornelisz Schouten und Jacob Le Maire waren die ersten Europäer, die am 19. April 1616 mit ihrem Schiff Eendracht die Insel Ahe erreichten. Zu möglichen Einwohnern macht Le Maire keine Aussagen und nennt die Insel „Vliegen Eyland“, weil die Mannschaft von dichten Wolken schwarzer Fliegen geplagt wurde.
Ueber 100 Jahre spaeter war dann der Entdecker der Osterinsel der naechste Besucher:
Am 25. Mai 1722 erreichte Jakob Roggeveen mit den Schiffen Arend und Thienhoven die Insel Ahe, ging aber nicht an Land. Heute sind wir da.....hoffentlich gibts keine Fliegen mehr.....
Was WIKI hier nicht schreibt: Le Maire war der Erste der um Kap Hoorn gesegelt ist und das Kap ist nach der hollandischen Stadt Hoorn benannt. Die Hoorner Kaufleute hatten damals diese Expedition finanziert und ein Schiff samt Ausruestung bereit gestellt
Once a month the "usual" wind from the east turns to the north or west and that's when we always set sail to get back to eastern Polynesia. Last time we sailed with wind from the west from Bora Bora to Tikehau and now we sailed from Tikehau to Ahe. Ahe is the smallest atoll we visited , from the inside you can see all the motos around on the outer reef. The lagoon is full with buoys of the pearl farms, so black pearls are still produced here in Ahe. On most other islands the production stopped cause prices of the pearls dropped dramatically and the climate change (El Nino!) made the oysters grow too slowly. There isn´t much to see at the city, just 200 people live here and we share the lagoon with just one other boat

Am unteren Bildrand in der Mitte zwischen den (gruenen) Riffen ankern wir vor dem Hauptort